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Jenůfa

VenueTeatro La Fenice
CalendarFr. 12 März 2027 - Sa. 20 März 2027
Inhalt / Details

Jenůfa – Leoš Janáček | Oper
Inszenierung der English National Opera

 

 

Handlung

 

Erster Akt: Landschaft mit Mühle.
Jenůfa erwartet ein Kind von ihrem Ziehbruder Števa, und nur die Heirat mit ihm könnte sie vor der Schande der ledigen Schwangerschaft in dem kleinen Dorf retten – und damit vor dem Selbstmord. Števa, blond, hübsch und Liebling der Frauen, ist gerade bei der Musterung, und sollte er genommen werden, sieht Jenůfa keinen Ausweg aus ihrer Situation. Niemand außer ihr und Števa weiß von der Schwangerschaft. Da kehren die Soldaten zurück und berichten fröhlich, dass Števa nicht genommen wurde. Es folgt ein lustiger Chor und Soldatentanz. Es erscheint die Küsterin, Ziehmutter Jenůfas und dominierende Persönlichkeit des Dorflebens, und bereitet dem wilden Treiben ein Ende. Sie erkennt, dass Števa betrunken ist, und verbietet die Heirat mit Jenůfa, sofern er nicht für ein Jahr das Trinken lässt. Dies stürzt Jenůfa in die Verzweiflung. Laca, ihr zweiter Ziehbruder und Števas Stiefbruder, liebt sie ebenfalls und entstellt ihre Wange in wilder Eifersucht mit einem Messer.

 

Zweiter Akt: Stube der Küsterin, ein halbes Jahr später, Winter.
Jenůfa hat ihr Kind heimlich geboren und wird von der Küsterin im Haus versteckt, um Jenůfa und der Familie die ungeheuerliche Schande eines unehelich geborenen Kindes zu ersparen. Immer noch hoffen beide, dass Števa sich zu dem Knaben – der ist jetzt acht Tage alt – bekennt und Jenůfa heiratet. Doch jener hat sich seit Monaten nicht blicken lassen. Während Jenůfa schläft, kommt Števa zur Küsterin, die ihn zur Heirat überreden will. Števa weigert sich jedoch mit der Begründung, Jenůfa sei ihm seit dem Unglück mit der Wange unheimlich und so ernst geworden. Er hat sich bereits mit einer anderen verlobt. Er erklärt sich bereit, für das Kind zu zahlen. Kaum hat Števa das Haus verlassen, erscheint Laca und erklärt der Küsterin seine Liebe zu Jenůfa. Um Jenůfas Zukunft zu retten, erzählt die Küsterin vom Kind und flüchtet sich in eine Lüge: das Neugeborene sei kurz nach der Geburt gestorben. In der nächsten Szene beschließt sie, das Kind im eisigen Wasser zu ertränken und auf diese Weise Jenůfa eine Chance auf eine gute Zukunft zu ermöglichen. Als Jenůfa erwacht und weder ihre Mutter noch ihr Kind findet, sucht sie Trost im Gebet zu Maria. Die Küsterin kehrt zurück und behauptet, das Kind sei gestorben, während Jenůfa im Fieber lag. Als Laca wiederkommt, gibt die Küsterin den beiden ihren Segen.

 

Dritter Akt: Stube der Küsterin. Zwei Monate später.
Jenůfa und Laca wollen heute heiraten. Laca hat sich als treu Liebender erwiesen und bereut seine Bluttat von früher bitter. Er hat sogar seinem Stiefbruder Števa verziehen und ihn zur Hochzeit eingeladen. Die Küsterin hat die Ausstattung bereitgestellt. Sie gilt seit einiger Zeit als krank, leidet unter Schmerzen und Schlaflosigkeit.

 

Ein Chor der Dorfmädchen bringt einen Blumenstrauß und singt für das Paar ein Lied. Als die Küsterin die beiden Brautleute segnen will, stürmt der Schäferjunge mit der Nachricht herein, dass ein toter Knabe im Eis gefunden wurde. Jenůfa erkennt in der Kindesleiche ihren Sohn. Vor der versammelten und aufgebrachten Dorfgemeinschaft bekennt sich die Küsterin schuldig. Jenůfa verzeiht ihrer Stiefmutter, da sie ihre gute Absicht hinter der mörderischen Tat erkennt. Zudem löst Števas neue Verlobte Karolka, die Tochter des Richters, die Verlobung mit ihm. Der Richter führt die Küsterin ab, und Jenůfa will ihr Leben einsam enden, doch Lacas Liebe ist größer und siegt über alles Leid und wird schlussendlich von Jenůfa erwidert.

Besetzung

Starenka Buryjovka: Manuela Custer
Laca Klemeň: John Findon
Števa Buryja: Edgaras Montvidas
Kostelnicka Buryjovka: Ingela Brimberg
Jenůfa: Joyce El-Khoury
Stárek: Dalibor Jenis

 

Orchester und Chor des Teatro La Fenice
Dirigent: Andriy Yurkevych
Regie: David Alden
Bühnenbild: Charles Edwards
Kostüme: Jon Morrell
Licht: Adam Silverman
Choreografische Bewegungen: Maxine Braham

 

Produktion der English National Opera

Veranstaltungsort
Teatro La Fenice

Das Teatro La Fenice (italienisch: Gran Teatro La Fenice di Venezia) ist das größte und bekannteste Opernhaus in Venedig.
Nachdem im Jahr 1773 das wichtigste Opernhaus Venedigs dem Feuer zum Opfer gefallen war, konnten sich die Betreibergesellschaft und die Patrizierfamilie, welche die Eigentümer waren, nicht über den Wiederaufbau einigen. Daraufhin beschlossen die Betreiber, ein eigenes Haus zu errichten. Die Bauarbeiten begannen im April 1790 unter der Leitung des Architekten Gian Antonio Selva. Die Oper wurde am 16. Mai 1792 eröffnet und in Anspielung auf die Brandkatastrophe „La Fenice“ (italienisch für Phönix) benannt. Dabei ist der Name zugleich Hinweis auf den freimaurerischen Hintergrund, denn es wurde von einer Theatergesellschaft errichtet, deren Mitglieder größtenteils Freimaurerlogen angehörten. La Fenice – Phönix – der Sonnenvogel, steht hier als Symbol für Wiedergeburt und Auferstehung und bildet einen deutlichen Bezug zur Lichtsymbolik der Aufklärungszeit. Die Bühne wurde schnell eine der bedeutendsten Italiens und Europas und erlebte zahlreiche Uraufführungen. Auch in den für La Fenice geschriebenen Opern sind für die Jahre von 1792 bis 1814 freimaurerische Inhalte in zahlreichen Libretti nachgewiesen. Wie in Italien üblich, wurde damals im Karneval, zu Pfingsten und im Herbst gespielt.
Bereits 1836 wurde das Haus neuerlich durch ein Feuer schwer beschädigt. Diese Schäden konnten innerhalb eines Jahres behoben werden; der Ruf des Hauses blieb unverändert erhalten. Insbesondere Giuseppe Verdi wählte diese Bühne häufig für die Weltpremieren seiner Werke (Ernani, Attila, Rigoletto, Simon Boccanegra, La Traviata). Nach der Einigung Italiens 1870 wurden Mailand, Rom und Neapel verstärkt als Opernzentren gefördert, worunter die Bedeutung von La Fenice aber nie maßgeblich litt. 1883, zwei Monate nach Richard Wagners Tod (in Venedig), fand die italienische Erstaufführung seines vierteiligen Werks (Tetralogie) Der Ring des Nibelungen statt. 1937 wurde das Theater grundlegend durch den venezianischen Stadtbaumeister Eugenio Miozzi saniert.
Nach dem Zweiten Weltkrieg erlebte das Haus im Rahmen der Musik-Biennale Venedigs einen neuerlichen Aufschwung. In diesem Umfeld wurde das Festival für zeitgenössische Musik veranstaltet, was auch wieder zu zahlreichen Uraufführungen Anlass gab (Igor Strawinski, Benjamin Britten, Sergei Prokofjew, Luciano Berio, Luigi Nono, Bruno Maderna, Sylvano Bussotti).
Ende des 20. Jahrhunderts folgte die nächste Katastrophe: Während Renovierungsarbeiten wurde am 29. Januar 1996 das Gebäude von dem Elektroingenieur Enrico Carella und seinem Cousin Massimiliano Marchetti in Brand gesteckt, weil Carella eine Konventionalstrafe von € 7.500,00 wegen Arbeitsverzuges umgehen wollte, und brannte bis auf die Grundmauern nieder. Carella trat nach dem Urteil in letzter Instanz im Jahre 2003 die Haftstrafe nicht an und befindet sich seither auf der Flucht. Im Mai 2007 wurde der Flüchtige von Mexiko an Italien ausgeliefert. Da es um die Art der Wiedererrichtung Kontroversen gab, dauerte es einige Jahre, ehe der Neubau begonnen wurde. Schließlich wurde der im Wettbewerb 1997 ausgezeichnete Beitrag des Architekten Aldo Rossi umgesetzt. Dabei hielt sich Rossi an eine weitestgehend originalgetreue, anhand alter Fotos und Filmdokumente präzisierte Rekonstruktion, ergänzt um notwendige Funktionserweiterungen und Modernisierungen der Technik. So „konnten nun viele der über die Jahrhunderte verlorengegangenen Charakteristika des ursprünglichen Entwurfes von 1790 wieder aufgenommen werden. So zeigt sich das Theater heute zwar in seinem historischen Gewand, doch ist an vereinzelten, wohl ausgewählten Stellen, deutlich zu erkennen, dass die Gegenwart in der es errichtet worden ist, in der Architektur des Theaters reflektiert wird.“
Am 14. Dezember 2003 wurde das Haus zunächst mit einem Konzert des „Orchestra del Teatro la Fenice“ unter der Leitung von Riccardo Muti als Konzertsaal eröffnet. Am 12. November 2004 konnte nach der Fertigstellung der modernsten Bühnenmaschinerie der Welt auch der Opernbetrieb wiederaufgenommen werden. Auf dem Programm stand La Traviata von Verdi unter der Leitung von Lorin Maazel, allerdings nicht in der heute üblichen Fassung, sondern in jener Version, die gut 150 Jahre zuvor hier ihre Uraufführung erlebte. Die legendäre Akustik des Fenice konnte wiederhergestellt und sogar durch modernste Technik verbessert werden. Im Februar 2005 erlitt das Haus einen neuerlichen Schicksalsschlag durch den unerwarteten Tod des musikalischen Leiters Marcello Viotti.
Das Gran Teatro la Fenice wird ganzjährig durch das „Orchestra del Teatro la Fenice“ mit Sinfoniekonzerten bespielt. Die Opernspielsaison (Stagione) beginnt im Januar (im Unterschied zu den meisten anderen italienischen Opernhäusern) und endet im Dezember.

 

Anfahrt

Vaporetto
von Tronchetto: Linie 2
Richtung Rialto-Brücke, Markus und Lido

von der Piazzale Roma und dem Bahnhof Santa Lucia: Linie 1 oder 2
Richtung Rialto-Brücke, Markus und Lido

Haltestellen: Linie 1 bis Rialto-Brücke, St. Angel, Samuel St oder St Mark (Vallaresso);
oder nehmen Sie die Linie 2 bis Rialto-Brücke oder Markus (Vallaresso)


öffentlichen Verkehrsmitteln vom Flughafen Marco Polo - nehmen Sie die orange Linie auf der Rialto-Brücke oder der blauen Linie nach St. Mark (Vallaresso)


Parken: Sie können nicht nach Venedig fahren. Die Autos, Fahrräder und Mopeds sind in der Stadt nicht zulässig. Sie können Ihr Fahrzeug in einem der Parkhäuser am Tronchetto oder der Piazzale Roma parken.

 

Eingänge

Das Opernhaus La Fenice hat zwei Eingänge:
Der Bühneneingang nur für das Theaterpersonal und Künstler

Der Haupteingang


Aufzüge

Die Logen und Gallerie können über Aufzüge erreicht werden

 

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