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Partenope

VenueTeatro Malibran
CalendarDo. 02 Sept. 2027 - So. 12 Sept. 2027
Inhalt / Details

Handlung

 

Erster Akt

Vor dem Altar des Apollon feiert Partenope mit ihrem Volk die Gründung ihrer Stadt. Anwesend sind auch Partenopes Verehrer Arsace und Armindo, und ein dritter kommt hinzu: Rosmira, auf der Suche nach ihrem untreuen Verlobten Arsace, bittet Partenope als Armenier „Eurimene“ verkleidet um Schutz und Hilfe, nachdem „er“ angeblich bei einem Seesturm alles verloren hat. Großzügig lädt Partenope „ihn“ ein, ihr Gast zu sein. Da kündigt Ormonte den cumaenischen Fürsten Emilio an; sie willigt ein, ihn zu empfangen, und bittet Ormonte und Arsace, ihr zu folgen. Im Abgehen dreht dieser sich um und gibt seiner Verwunderung darüber Ausdruck, wie ähnlich „Eurimene“ Rosmira sehe. Diese fragt nun Armindo, warum er so traurig dreinblicke, und er gesteht „ihm“, dass er heimlich Partenope liebe, sich aber keinerlei Chancen ausrechne, da diese Arsace ihr Herz geschenkt habe. Und er greift „Eurimenes“ Vorschlag, Partenope seine Liebe zu erklären, mutig auf und beschließt, sein Schicksal in die Hand zu nehmen.

In einem Hof im Palast treffen Arsace und Rosmira aufeinander. Dem verwirrten Arsace entdeckt die wütende Rosmira ihre Identität. Als er aber mit fliegenden Fahnen zu ihr zurückkehren will, verlangt sie einen Liebesbeweis von ihm: Auf keinen Fall dürfe er ihre Identität verraten. Und obwohl ihm dieses schwerfällt, gibt er ihr sein Versprechen. Inzwischen bespricht sich Partenope mit Ormonte über Emilios mögliche Motive, mit seinem Heer vor Neapel zu erscheinen; während sie an Krieg denkt, glaubt er, Emilio wolle nur seine ganze Pracht vorführen, weil er auf Freiersfüßen wandle. Als Ormonte gegangen ist, naht Armindo in der festen Absicht, ihr sein Herz zu entdecken. Doch er bringt es trotz ihrer Ermunterung nicht über sich; wohl schafft er das Geständnis, verliebt zu sein, doch den Namen seiner Angebeteten vermag er nicht zu verraten, zumal Arsace hinzukommt. Nur dass er ihn als seinen Rivalen bezeichnet, bevor er davonstürzt, verrät sein Geheimnis. Partenope ist ein wenig betrübt, denn sie verdankt Armindo viel, aber ihr Herz gehört nun einmal Arsace. Dieser hat Rosmira fast schon wieder vergessen und beginnt erneut mit Partenope zu turteln, erschrickt aber, als „Eurimene“ auf der Bildfläche erscheint. Partenope dagegen steht offen zu ihrer Liebe und ist erschrocken, als „Eurimene“ ihr zu Arsaces Erleichterung „seinerseits“ eine Liebeserklärung macht, und, als Partenope dankend ablehnt, „seine“ Treue ins Feld führt, die größer sei als Arsaces. Partenope mag dies nicht glauben. Rosmira aber macht dem schuldbewussten Arsace Vorwürfe, sie erneut betrogen zu haben.

In einem königlichen Zimmer treffen Ormonte und Emilio auf der einen sowie Partenope, umgeben von ihren drei Verehrern, auf der anderen Seite zusammen. Emilio bietet Partenope die Ehe an, um ihre beiden Länder zu vereinigen und sein Volk zu befrieden, das den Krieg gegen Partenope verlange. Sie aber weist ihn zurück und fordert ihn auf, im Namen seines Volkes Krieg zu führen. Emilio nimmt die Herausforderung an, und Partenope bestimmt Arsace zu ihrem Heerführer. Als auch Armindo und „Eurimene“ diese Ehre beanspruchen, beendet sie diesen edlen Wettstreit, indem sie sich selbst zur Heerführerin erklärt. Und während Arsace versucht, „Eurimene“ von „seinen“ kriegerischen Absichten abzubringen, missversteht Armindo die Situation und sieht eifersüchtig in dem Armenier einen neuen Rivalen erwachsen. „Eurimene“ aber beruhigt Armindo: „Er“ versuche nur, Partenope um Armindos willen von Arsace abzulenken; „sein“ Herz sei anderweitig vergeben.

 

Zweiter Akt

Auf offenem Feld treffen die feindlichen Heere aufeinander. Als Partenope im Kampf von cumaenischen Soldaten umringt wird, eilt Armindo ihr zu Hilfe. Kurz darauf wird „Eurimene“ von Emilio angegriffen und von Arsace befreit, der Emilio gefangen nimmt. Damit ist der Kampf entschieden: Emilio wird den Wachen übergeben, und Partenope feiert mit ihren Untergebenen den Sieg.

Auf einer Straße in der Stadt beklagt Emilio in Ketten sein Schicksal, als Partenope mit ihrem Gefolge naht und ihm die Freiheit schenken will. „Eurimene“ nutzt die Gelegenheit, um Armindos Mut zu preisen und den Sieg über Emilio für sich zu reklamieren. „Er“ bedrängt Partenope mit seiner Liebe, doch Arsace, durch sein Versprechen gebunden, kann das wilde Gebaren des Armeniers nicht aufklären. Auch als Partenope ihre Getreuen mit der Erklärung verlassen hat, sie werde sich nicht vorschreiben lassen, wen sie zu lieben habe, und den Befehl gibt, „Eurimene“ zu verhaften, liefern sich Arsace und „Eurimene“ weitere Wortgefechte – zum ungläubigen Erstaunen Armindos und Emilios, die nicht verstehen können, was „Eurimene“ antreibt. Dies sind, wie sich Rosmira eingesteht, als sie schließlich allein ist, die Furien der Eifersucht.

Im Garten wundert sich Partenope, warum sich Arsace so eindringlich für „Eurimene“ verwendet. Um seinetwillen gibt sie schließlich den Befehl, „Eurimene“ freizulassen; „er“ möge ihr aber aus dem Weg gehen. Doch auch diese Anordnung vermag Arsaces Laune nicht aufzuheitern; ihren Wunsch, er möge sich erklären, kann er nicht erfüllen. Erneut versucht nun Armindo, Partenope seine Liebe zu erklären. Als er es schließlich herausgebracht hat, verlässt ihn einmal mehr der Mut, und er stürzt wiederum davon. Partenope aber bleibt standhaft. Armindo trifft „Eurimene“ und berichtet von seinen Fortschritten. „Eurimene“ trägt ihm auf, bei Partenope um eine Audienz für ihn nachzusuchen – „er“ habe ihr ein wichtiges Geheimnis zu entdecken, das auch für Armindo große Bedeutung habe. Als Armindo gegangen ist, versucht Arsace erneut, Rosmira seine Liebe zu erklären. Doch sie glaubt ihm nicht, und in seiner Brust kämpfen Pflicht und Liebe, Scham und Ehre miteinander.

 

Dritter Akt

Im Garten bittet Armindo Partenope um die Audienz für „Eurimene“. „Dieser“ erklärt nun, „er“ sei im Auftrag der zyprischen Fürstin Rosmira gekommen, die von Arsace verlassen worden sei, um ihn zum Duell zu fordern. Partenope ist entsetzt, Armindo und Emilio schöpfen Hoffnung. Arsace dagegen versucht ein letztes Mal, Rosmira zur Vernunft zu bringen – umsonst. Gegen ihr Gefühl wehrt sie seine Versöhnungsversuche ab.

Partenope bestimmt Ormonte als Schiedsrichter in dem Duell. Armindo bietet sich als Sekundant für „Eurimene“ an, Emilio für Arsace. Endlich hat Partenope Armindos Treue erkannt und ist bereit, ihm ihr Herz zu schenken. Voller Verzweiflung schläft Arsace auf einem Felsen ein. Als Rosmira ihn findet, ist sie von Mitleid überwältigt, doch als sie Partenope kommen sieht, muss sie ihr Spiel weiterspielen. Und Partenope ermuntert „Eurimene“, für Rosmira zu kämpfen und den Ungetreuen zu bestrafen. Armindo und Emilio bereiten sich auf ihre Aufgabe vor.

Der Schauplatz des Duells ist vorbereitet. Heimlich versucht Arsace noch einmal, Rosmira von ihrem Vorhaben abzubringen. Als es auch diesmal nichts fruchtet, greift er zu seinem letzten Mittel und macht von seinem Recht Gebrauch, mit nackter Brust kämpfen zu wollen. Da dieses nach den Regeln für beide Duellanten gilt, wird „Eurimene“ aufgefordert, ebenfalls „seinen“ Oberkörper zu entblößen. Nun kann Rosmira nicht anders, als ihre wahre Identität preiszugeben. Partenope zeigt Verständnis und ist bereit, allen zu vergeben, reicht Armindo die Hand zum Ehebund, führt Arsace und Rosmira zusammen und entlässt Emilio in die Freiheit, nicht ohne ihm vorher ihre Freundschaft angeboten zu haben.

Besetzung

Partenope von Georg Friedrich Händel

 

Orchester und Chor des Teatro La Fenice
Dirigent: Giulio Prandi
Regisseur: Jacopo Spirei

Neue Inszenierung des Teatro La Fenice

Veranstaltungsort
Teatro Malibran

Das Teatro Malibran, früher das Teatro San Giovanni Grisostomo (heute meist: Crisostomo) ist ein Opernhaus im Stadtteil Cannaregio von Venedig, das sich etwa fünfzig Meter östlich von der Kirche San Giovanni Crisostomo befindet. Das Theater war reich verziert und umfasste fünf Etagen Logen und ein großes Parterre. Heute gibt es seitlich keine Logen mehr und hinten zwei Ränge.

Das Teatro Malibran wurde von Tommaso Bezzi für die Familie Grimani konzipiert und während des Karnevals im Jahre 1678 mit einer Vorstellung des Vespasiano von Carlo Pallavicino eingeweiht. Schon fünf Jahre später, 1683 ist es zum „größten, schönsten und reichsten Theater der Stadt“ geworden. Es ist wegen seiner außerordentlichen Bedeutung für die Oper im 17. und 18. Jahrhundert bekannt, was zu einer grandiosen Beschreiung im Jahre 1730 führte: „ein wahres königliches Wunderwerk… dass mit Geräumigkeiten seiner prächtigen Dimensionen mit dem Glanz des antiken Roms zurecht verglichen werden kann, und mit seiner Erhabenheit mehr als königliche Aufführungen jetzt den Beifall und die Wertschätzungen aus der ganzen Welt eroberte“.

Das Theater verfügte damals über die größte Bühne von Venedig und wurde für seine außerordentlich aufwendigen Inszenierungen und seine guten Sänger – wie etwa Margherita Durastanti bekannt, die hier als Primadonna von 1709 bis 1712 wirkte. Die Blütezeit des Theaters war mit Komponisten wie Carlo Francesco Pollarolo, Alessandro Scarlatti und Georg Friedrich Händel verbunden. Auch der Kastrat Farinelli stand auf der Bühne dieses Hauses.

In den 1730er Jahren begann der Niedergang als eines den führenden Theater Venedigs, allerdings war das für die meisten Theater in der Mitte des 18. Jahrhunderts typisch. Im Jahre 1737, als Carlo Goldoni für das Theater verantwortlich war, wurden seine Theaterstücke und andere Schauspiele hier aufgeführt. Im Jahr 1755 eröffnete die Familie Grimani ein neues und kleineres Theater, das San Benedetto, dadurch verlor das San Giovanni Grisostomo unter den Theatern Venedigs zusätzlich an Bedeutung.

Nach der französischen Besetzung Venedigs 1797 war dieses Theater eines der wenigen, die nicht geschlossen wurden. Im Jahr 1819 wurde es von Giovanni Gallo gekauft, der es 1834 restaurierte, und 1837 erhielt es den Namen Teatro Malibran, zu Ehren seiner Mäzenin, der berühmten spanischen Mezzosopranistin Maria Malibran. Im Jahr 1849 kamen die Österreicher nach Venedig zurück, die unter den zahlreichen Theatern nur dieses eine offen ließen.

1919 wurde das Theater nach eingen Jahren wiedereröffnet und war in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ein Zentrum für Oper, Operette und diente auch als Kinosaal. Im Jahr 1992 wurde das Theater von der Stadt Venedig erworben, bei dieser Gelegenheit wurde es restauriert und erweitert.

Nach dem Brand des Teatro La Fenice (1996) schritt die Restaurierung des Teatro Malibran schnell voran und wurde 2001 wieder eröffnet. Seither wird das Haus vom Ensemble des Teatro La Fenice bespielt. Marcello Viotti, der erste musikalische Leiter nach der Wiedereröffnung, sah in seinem Nutzungskonzept vor, dass das Haus für die Darbietung des Barock-Repertoires und von Mozart-Opern verwendet werden sollte.

 

Anfahrt

Vaporetto  

von Tronchetto: Linie 2 bis Rialto Brücke , St Markus and Lido  

von Piazzale Roma und Santa Lucia Bahnhof: Linie 1 oder Linie 2 bis Rialto Brücke, St Markus and Lido 

 Haltestellen: nehmen sie die Linie 1 bis Rialto Brücke, St Angel, St Samuel oder St Mark Marco (Vallaresso); oder  nehmen sie die Linie 2 bis  Rialto oder St Markus (Vallaresso)    

Alilaguna öffentliche Verkehrsmitteln vom Flughafen Marco Polo - Nehmen Sie die orange Linie bis zur Rialto Brücke oder die blaue Linie bis St Mark (Vallaresso)

 

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